Tagebuch 1/7 – Mit dem Bus nach Süditalien

Ende Januar 2016 fuhr ein Teil des Teams mit einem Bus nach Süditalien, um diesen – gefüllt mit Schulmaterial und Spielsachen – einem Flüchtlingsprojekt in Taranto zu übergeben. Marc Prica schrieb täglich Tagebuch, das er hier mit uns teilt.

 

1/8: Wir fahren los

Treffpunkt um 04.45 Uhr, und alle sind pünktlich: Stocky, Tütü, Fred, Lukas und ich sind parat, um den aus Spendengelder gekaufte Bus der Firma SETTELEN nach Taranto zu bringen. Obwohl wir als solidarische, ehrenamtliche Helfer die Lücken zu füllen versuchen, welche staatliche Strukturen im In- und Ausland hinterlassen, so werden uns viele Steine in den Weg gelegt.

Der aus Spendengeldern gekaufte Bus mit dem Zweck, ankommende Menschen im Hafen von Taranto in nahegelegene Unterbringungsmöglichkeiten zu bringen, hilft direkt und niederschwellig vor Ort. Leider haben bisher die Zollbehörden diesen karitativen Zweck noch nicht anerkannt und wir arbeiten nach wie vor daran, diese Anerkennung zu erreichen. Ebenfalls unklar ist noch, ob die gespendeten Spiel- und Schreibsachen für Kinder in Süditalien, verzollt werden müssen. Unbürokratisches Handeln hat noch nicht Einzug in die Amtsstuben erhalten.

Trotzdem lassen wir uns nicht ausbremsen und sind gespannt, was uns auf unserer Reise alles erwarten wird. In rund 3 Stunden am Zoll wissen wir mehr! Für mich heisst das nur: Auch wenn die Hürden hoch sind – auch wenn niederschwelliges Handeln erschwert wird – wir dürfen uns nicht aufhalten lassen.

HFRBS sammelt in erster Linie Geld und unterstützt zwei konkrete Projekte in Süditalien, die wir über Kontaktgruppen vor Ort eng begleiten. Dieses Vorhaben scheint uns nach wie vor sinn- und wertvoll.

Stefan, Lukas, Tütü, Stocky und ich sitzen in zwei Autos und wir fahren runter!

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