Tagebuch 4/7 – Jugendarbeit aus Tradition

Jugendarbeit aus Tradition

Nach einem kurzen Frühstück zeigt uns Francesco den Orden. Beeindruckend, was hier alles passiert. Der Orden beherbergt eine Bibliothek, Schulen, diverse Werkstetten (Schlosserei, Autowerkstatt, Schreinerei, Elektroinstallationen, …) und eben die neu eingerichtet Station. In den Räumlichkeiten des Ordens wurde in den letzten Monaten eine Wohngemeinschaft für 12 jugendliche Flüchtlinge ohne Begleitung eingerichtet. Neben der Beherbergung sollen die Jugendlichen die Möglichkeit zur Ausbildung erhalten und im Rahmen einer Tagesstruktur die Chance bekommen, neu Fuss zu fassen. Diese Tätigkeit führt der Orden in einer langen Tradition fort und wird von verschiedenen Seiten – unter anderem durch uns – unterstützt.

Ein nächstes Projekt steht bereits an: Direkt anschliessend an die Kirche befindet sich ein altes Theater. Viel müsste erledigt und renoviert werden. Diese Räumlichkeiten bieten sich aber perfekt an, um integrative Projekte anzugehen, um gemeinsam Kunst und Kultur zu schaffen und sich so auf Augenhöhe über Werte zu unterhalten. Vermittlung (Integration) findet aus meiner Sicht am besten bei der Durchführung gemeinsamer Projekte statt.

Ein intensiver Tag geht zu Ende. Don Francesco hat uns einmal mehr mit seinem Charme, seiner Energie und seiner Überzeugung mitreissen können. Dabei entging uns aber nicht, wie beschäftigt er ist und dass er müde wirkte. In dem Bereich gibt es mehr Arbeit zu tun, als erledigt werden kann.

Die Salesiani leben aus Tradition Bildung für Junge. Dieses Moto ist auch heute noch im Orden allgegenwärtig. Wir sind überzeugt, dass unsere finanzielle Hilfe hier sinnvoll ist.

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