Tagebuch 7/7: Lecce – „Vom Türöffner zu neuen Projekten“

Lecce – „Vom Türöffner zu neuen Projekten“

In Lecce haben wir etwas mehr Zeit. Jene Güter, die wir übergeben wollten, sind dort, wo sie hin sollten. Jene Projekte, die wir anschauen wollten, haben wir gesehen und spannende Einblicke erhalten über die Arbeit, die wir unterstützen wollen. Schnell ist klar, dass wir gute Entscheide getroffen haben. Nun aber haben wir noch etwas Zeit, uns mit tOmi, unserem wichtigen Kontakt und „Türöffner“ über verschiedene Ideen auszutauschen.

tOmi übrigens stammt ursprünglich aus Bregenz und lebt nun seit 6 Monaten zusammen mit seiner Freundin Francesca in Lecce nachdem sie davor ihr Domizil etwas ausserhalb hatten. tOmi selbst studierte vor Jahren zusammen mit Claude in Basel. Nach langen Reisen und verschiedenen Aufenthalten ist er ein wacher, genau beobachtender Geist mit kreativen Ideen, die sich verwirklichen lassen. Dabei nutzt er sein grosses Netzwerk an Bekannten und auch wenn die staatlichen Verantwortungsträger sich dazu entscheiden, ihn nicht zu unterstützen, findet er einen alternativen Weg, seine Projekte zu finanzieren. Aktuell sucht er rund 12‘000.- €, um ein Sommercamp für Kinder von Migranten und armutsbetroffenen Italienern aufzubauen. Während die Kinder in Italien lange Sommerferien haben, können sich ihre Eltern in der Zeit keine Auszeit von ihren unterbezahlten Arbeiten leisten. Entsprechend ist eine Tagesstruktur für sie während der Sommermonate dringend notwendig. Dieses Projekt forciert tOmi zusammen mit Francesca.

Eine spannende, aber auch anstrengende Reise geht zu Ende. Nicht nur die „bereichernde“ Gesellschaft von Stocky und Tütü werden mir in Zukunft „fehlen“, auch die herzliche Art, die offenen Arme all unserer neuen Bekanntschaften, ihre freundlichen Gesichter und ihre Energie, bei all der Arbeit und dem Leid, das sie tagein, tagaus begleitet. Aber genau diese Energie ist es, die mich motiviert, weiter zu machen. Es macht Freude, ein Teil von dieser Gruppe zu sein – wobei es noch schöner wäre, wenn unserer Präsenz überflüssig wäre.

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